Der beste Pflegedienst
Antworten rund um den Pflegedienst
 

Warum ein Pflegedienst?

Über 11 Mio. Menschen in Deutschland sind älter als 65. Nur ein paar Prozent von ihnen leben im Heim, der Rest lebt in seiner vertrauten Umgebung zu Hause, und möchte dort so lange wie möglich bleiben.

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Wie finden Sie den richtigen?

Es gibt eine Vielzahl von Pflegediensten - von den privaten bis zu den großen Verbänden.

Alle arbeiten zu festgelegten Gebührensätzen. Wer bietet welche Leistungen?

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Pflegeversicherungen

Um Leistungen der Pflege­versicherung beanspruchen zu können, muss der Versicherte pflegebedürftig im Sinne des SGB XI sein. Der gesetzliche Pflege­bedürftig­keits­begriff berücksichtigt jedoch nur bestimmte Kriterien.

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Herzlich Willkommen!

"Ich bin so oft alleine, warum kommt Ihr nicht öfter zu Besuch?"

Jeder Familienangehörige hat das so oder ähnlich schon von der alleinlebenden Mutter oder dem Vater gehört.

So groß der Wunsch nach Familienanschluß im Alter auch ist, fürchtet der alte Mensch bei einem Zusammenleben mit den Kindern, seine eigene Freiheit und Ruhe aufgeben und damit sein eigenes selbstbestimmbares Leben einschränken zu müssen.

Doch auch die Kinder fürchten bisweilen, wieder "herumkommandiert" zu werden oder ständig Erinnerungen aus der "guten alten Zeit" anhören zu müssen.

Was ist zu tun?

In einer solchen Situation stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten offen – ein Pflegedienst kann hier eine zusätzliche, wertvolle Hilfe sein.

Mit dieser Seite wollen wir Ihnen eine Hilfestellung bieten, um sich in der Vielfalt der Angebote, gesetzlichen Regelungen und der Versicherungsbestimmungen zurechtzufinden.

Warum ein Pflegedienst? 

Viele Senioren benötigen mit zunehmendem Alter Hilfe im Haushalt und im Alltag. Es sind eher die kleinen Dinge des Alltags, die mit der Zeit mühsam werden. Dinge, die allein nicht mehr zu bewältigen sind und bei denen dann Unterstützung benötigt wird: etwa bei der Gartenpflege, beim Hausputz und beim Einkaufen, beim Spazierengehen oder auch bei nötigen Arztbesuchen.

Oft leisten Angehörige, Freunde, Bekannte und Nachbarn solche Alltagshilfe. Doch nicht jeder kann oder will auf familiäre oder Freundschaftsdienste zurückgreifen, und nicht jeder Angehörige kann diese Leistungen auf Dauer erbringen.
Die Pflege eines Angehörigen geht mit einer sehr hohen Belastung einher. Es ist nicht verwunderlich, dass die pflegenden Personen manchmal gestresst und abgespannt sind.

Eine Alternative bieten ambulante Pflegedienste. Sie helfen bei der Pflege und Betreuung und entlasten dadurch die Angehörigen.
Zudem ermöglichen Pflegedienste, dass Bedürftige zu Hause wohnen bleiben können. Sie bieten Grundpflege, das heißt Körperpflege, Ernährung und Mobilisation, leisten die aufgrund einer Krankheit vom Arzt verordnete medizinische Pflege und unterstützen die Kunden in der Hauswirtschaft.

Das bieten Ihnen Pflegedienste:

  • Angehörigen bieten Pflegedienste Unterstützung im Alltag.
  • Der Bedürftige wird bei der Haushaltsführung unterstützt.
  • Er bleibt dabei in seiner gewohnten Umgebung und in seinem gewohnten sozialen Umfeld.
  • Das Erleben gemeinsamer Mahlzeiten bleibt bestehen, bei Bedarf werden diese vom Dienstleister zubereitet.
  • Die medizinische Betreuung (Überwachung der Medikamenteneinnahme, der richtigen Dosierung und der Vitalwerte) ist gewährleistet.

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Wie finden Sie den richtigen? 

Auf der Grundlage unserer langjährigen Erfahrungen im Umgang mit Pflegeeinrichtungen haben wir eine Auswahl von Fragen zusammengestellt, die geeignet sind, eine Hilfe bei Ihrer individuellen Auswahl zu bieten.

Diese Fragen können als Hilfestellung im Gespräch mit einer Pflegeeinrichtung oder einem Pflegedienst im Sinne einer "Checkliste" genutzt werden. Einzelne Kriterien sollten dabei je nach persönlichem Interesse unterschiedlich gewichtet werden.

Empfohlenes Vorgehen bei der Auswahl eines Pflegedienstes

  • Führen Sie mit mehreren in Frage kommenden Pflegediensten ein informatives, unverbindliches Gespräch.
  • Überlegen Sie sich im Vorfeld, was Ihnen wichtig ist und worauf Sie im Gespräch besonders achten wollen.
  • Stellen Sie in dem Gespräch gezielte Fragen zur Versorgung und Pflege.
  • Führen Sie das Gespräch wenn möglich nicht allein, sondern beziehen Sie eine Person Ihres Vertrauens (z. B. Angehörigen) mit ein.

Wie finden Sie einen ambulanten Pflegedienst in Ihrer Nähe?

Sie können Namen und Anschriften erfragen z. B. über:

  • Internet-Suchmaschinen ("Pflegedienst" + Ortsangabe)
  • Ihre Krankenkasse / Pflegekasse
  • eine Beratungs- und Koordinierungsstelle
  • das Telefonbuch oder
  • die Kirchengemeinde

Welche Kriterien können Ihnen zur Beurteilung dienen?

Information und Beratung

  • Wie war der erste Eindruck?
    (z. B. bei telefonischer Kontaktaufnahme: Höflichkeit, Freundlichkeit, ... )
  • Stellt der Pflegedienst schriftliche Informationen zur Verfügung?
  • Stehen seitens des ambulanten Dienstes Ansprechpartner für Ihre Fragen zur Verfügung?
  • Kann die Beratung im Rahmen eines Hausbesuches erfolgen und entstehen dabei Kosten?

Verträge und Kosten

  • Wird Ihnen der Pflegevertrag vor Unterzeichnung zum Lesen und zur Prüfung ausgehändigt?
  • Hat der Pflegedienst Verträge mit den Kranken- und Pflegekassen abgeschlossen?
  • Kann der Pflegedienst alle benötigten Leistungen anbieten oder vermitteln?
  • Ist der Pflegevertrag für Sie jederzeit kündbar?
  • Sind die gesamten anfallenden Kosten aufgeschlüsselt und verständlich dargestellt?
  • Sind Preise und Leistungen klar erkennbar?
  • Wird auf Wunsch eine Kopie der Abrechnung mit den Kranken- und Pflegekassen zur Verfügung gestellt?
  • Wird das persönliche Wohnumfeld respektiert und werden eventuell nötige Veränderungen besprochen?
  • Wird bei Bedarf der Wohnungsschlüssel so verwahrt, dass nur berechtigte Personen Zugang erhalten und dadurch Missbrauch ausgeschlossen werden kann?

Personal

  • Hat der ambulante Pflegedienst für die Pflege feste Bezugspersonen?
    (die Pflegepersonen sollten so wenig wie möglich wechseln)
  • Können Wünsche bezüglich der Pflegepersonen geäußert werden?
    (z. B. nach Geschlecht oder Sympathie)
  • Wird die Pflege so gestaltet, dass vorhandene Fähigkeiten gefördert werden?
    (z. B. genügend Zeit beim Waschen, Anziehen, Gehen)

Pflege, Versorgung, individuelle Bedürfnisse

  • Werden bei der Planung der benötigten Hilfen Ihre individuellen Wünsche und Bedürfnisse erfragt und berücksichtigt?
  • Werden Sie und andere Pflegepersonen in die Planung mit einbezogen?
  • Werden Tätigkeiten der ärztlich verordneten Behandlungspflege ausschließlich von examinierten Pflegekräften durchgeführt?
  • Können feste Pflegezeiten vereinbart werden?
  • Kommt der Pflegedienst auch an Wochenenden und Feiertagen?
  • Werden Sie über Schwankungen der Einsatzzeiten informiert? Wenn ja, wie?
  • Gibt es einen Bereitschaftsdienst?
  • Werden Hilfen für Angehörige oder andere Pflegepersonen angeboten?
    (z. B. Anleitung, Kurse für pflegende Angehörige)
  • Ist bei Bedarf eine Rund-um-die-Uhr-Pflege im Angebot?

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Pflegeversicherungen 

Verfahren zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit

Die Pflegekassen prüfen durch den Medizinischen Dienst, ob die Voraussetzungen der Pflegebedürftigkeit erfüllt sind und welche Stufe der Pflegebedürftigkeit vorliegt.
Im Rahmen dieser Prüfungen werden auch Feststellungen darüber getroffen, ob und in welchem Umfang Maßnahmen zur Beseitigung, Minderung oder Verhütung einer Verschlimmerung der Pflegebedürftigkeit einschließlich der medizinischen Rehabilitation geeignet, notwendig und zumutbar sind; insoweit haben Versicherte einen Anspruch gegen den zuständigen Träger auf Leistungen zur ambulanten medizinischen Rehabilitation mit Ausnahme von Kuren.

Der Medizinische Dienst hat den Versicherten in seinem Wohnbereich zu untersuchen. Erteilt der Versicherte dazu nicht sein Einverständnis, kann die Pflegekasse die beantragten Leistungen verweigern.

Der Medizinische Dienst soll, soweit der Versicherte einwilligt, die behandelnden Ärzte des Versicherten mit einbeziehen und ärztliche Auskünfte und Unterlagen über Vorerkrankungen sowie Art, Umfang und Dauer der Hilfebedürftigkeit einholen.

Es sollte der Regelfall sein, dass die Aufgaben des Medizinischen Dienstes in enger Zusammenarbeit mit Pflegefachkräften und anderen geeigneten Fachkräften wahrgenommen werden.

Stufen der Pflegebedürftigkeit

Für die Gewährung von Leistungen sind pflegebedürftige Personen einer der drei Pflegestufen zuzuordnen:

Pflegestufe 1 = erheblich Pflegebedürftige,

das sind Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität für wenigstens zwei Verrichtungen aus einem oder mehreren Bereichen mindestens einmal täglich der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen.

Die Hilfe muss im Tagesdurchschnitt mindestens 90 Minuten in Anspruch nehmen, davon müssen mehr als 45 Minuten auf die Grundpflege entfallen.

Pflegestufe 2 = Schwerpflegebedürftige,

das sind Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität mindestens dreimal täglich zu verschiedenen Tageszeiten der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrmals in der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen.

Die Hilfe muss im Tagesdurchschnitt mindestens 3 Stunden in Anspruch nehmen, davon müssen mindestens 2 Stunden auf die Grundpflege entfallen.

Pflegestufe 3 = Schwerstpflegebedürftige,

das sind Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität täglich rund um die Uhr, auch nachts, der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen.

Die Hilfe muss im Tagesdurchschnitt mindestens 5 Stunden in Anspruch nehmen, davon müssen mindestens 4 Stunden auf die Grundpflege entfallen.

Pflegestufe 3 (H) = Schwerstpflegebedürftige (Härtefall)

das sind Pflegebedürftige der Stufe 3, bei denen ein außergewöhnlich hoher und intensiver Pflegeaufwand erforderlich ist, der das übliche Maß der Pflegestufe 3 weit übersteigt.
Dazu muss zum einen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung ständig Hilfebedarf bestehen. Zum anderen muss die Hilfe bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität mindestens 6 Stunden täglich, davon mindestens dreimal in der Nacht, erforderlich sein oder die Grundpflege muss für den Pflegebedürftigen auch des Nachts nur von mehreren Pflegekräften gemeinsam (zeitgleich) erbracht werden können.

Zur Vermeidung besonderer Härten kann die Pflegekasse für solche Pflegebedürftige weitere Pflegesachleistungen oder höhere Kosten bei Stationärer Pflege erbringen.

Pflegestufe 0

Obwohl diese Stufe nach dem Gesetz nicht existiert, wird sie umgangssprachlich oft verwendet, um auszudrücken, dass der Pflegebedarf einer Person unterhalb der Schwelle liegt, die von der Pflegeversicherung als Voraussetzung für Leistungen genannt wird, weil der zeitliche Aufwand für die Grundpflege entweder weniger als 45 Minuten im Tagesdurchschnitt beträgt oder (auch) ein Hilfebedarf bei anderen Verrichtungen als bei denen besteht, die nach der gesetzlichen Definition der Pflegebedürftigkeit zu berücksichtigen sind.

Pflegestufe Null heißt also weder, dass keine Pflege zu leisten wäre, noch dass die Anforderungen an die Pflegequalität geringer wären.

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